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Sanierung denkmalgeschützter Türme in Eilenburg, Wasserturm und Bergfried



Laufzeit:

03.12.2002 – 31.12.2003

Anzahl ABM – Kräfte:

31 ( 15 Fachkräfte / 16 Bauhelfer )

Vergabeunternehmen:

Dr. Waldenburger GmbH, Bausanierungen

1. Wasserturm „ECW“


Ausgangssituation:

Ursprungszustand
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Ursprungszustand

Der Wasserturm wurde 1916 errichtet. Er erreicht eine Höhe von 60,50 m. Als wesentlicher Baustoff wurde Stahlbeton gewählt, da hierdurch eine große Anpassungsfähigkeit in der Formgebung, ein leichterer Temperaturschutz und geringe Unterhaltungskosten umgesetzt werden sollten. Die Behälterformen bestehen aus Zylindern. Der Turm enthielt zwei Behälter mit einem Fassungsvermögen von je 500 m³ und einen Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1000 m³. In den 50er und 60er Jahren wurden innerhalb des Turmes verschiedene Um- und Einbauten vorgenommen.

Sanierungsumfang

eingerüsteter Wasserturm
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eingerüsteter Wasserturm

Nach kompletter Einrüstung des Turmes außen und Herstellung der entsprechenden Traggerüste im oberen Wasserbehälter wurde als erstes die Turmlaterne abgebrochen; danach erfolgte der Abbruch des Kegelschalendaches. Die Stahlbeton-Außenwände beider Hochbehälter wurden bis jeweils Oberkante der Kugelschalendecken abgebrochen.Wesentliche Teile der technologischen Ausrüstung ( Pumpenstation, Rohrleitungen, Elektroanlage ) wurden demontiert.

Die neu errichtete Dachkonstruktion wurde aus Stahl gefertigt und mit einer Holzauflage und Holzschalung versehen. Die Dacheindeckung ist in Titanzink erfolgt. Die Turmlaterne wurde auf dem Gelände des „ECW“ als zweiteiliges Stahlbetonbauteil neu gefertigt und mit einem Mobilkran auf die tragenden Stahlteile der Dachkonstruktion gehoben und fixiert.

neue Kegelschale
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neue Kegelschale

Die Fassade wurde komplett mit Spritzbeton bzw. Spritzmörtel saniert. Ein mehrlagiger grauer Fassadenanstrich schützt den Beton und verbessert die Gesamtoptik des Turmes. Die vorhandene Fenster wurde teilweise erneuert, teilweise aufgearbeitet und neu verglast. Ab dem 1. Obergeschoß wurde die vorhandene Stahlbetontreppe saniert. Teile der Treppenanlage mußten neu errichtet werden. Stahleinbauteile wurden korrosionsgeschützt. Die im Turmkopf, in der Mittelachse befindliche ca. 22 m hohe eiserne Spindeltreppe wurde vor Ort werkstattmäßig aufgearbeitet.

sanierter Wasserturm
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sanierter Wasserturm

Der Wasserbehälter im Turmfuß ( 500 m³ ) wurde gereinigt, seine schadhaften Betonstellen wurden saniert, da er weiterhin als Brauch- bzw. Löschwasserreservoir dient. Zur eigentlichen Wassernutzung wurde in das Erdgeschoß eine Druckerhöhungsanlage ( Pumpenanlage ) samt aller erforderlicher Armaturen, Leitungen und Steuerung eingebaut. Die Elektroanlage ( vorrangig Beleuchtung, Frostschutzheizung im EG und Blitzschutz ) wurde komplett neu installiert. Ein externes, mobiles Notstromaggregat zur Gewährleistung der Wassernutzung im Havariefall wurde neben den Wasserturm positioniert und fest installiert.

2. Bergfried Burgberg


Ausgangssituation:

Ausgangszustand
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Ausgangszustand

Der Bergfried befindet sich im Süd-Ost-Bereich der Burganlage Eilenburg. An der Westseite des Bergfriedes ist das Amtshaus angebaut.
Der Turm ist quadratisch und geht in einer Höhe von 20 m in eine achteckige Grundrißform über. Der achteckige Turmaufsatz trägt ein Zeltdach und dieses endet bei etwa 30 m über Oberkante Gelände. Im Inneren hat der Turm ein Erdgeschoß und sechs Obergeschosse. Der Turm war nur durch das Amtshaus zugänglich.

Folgende, mit der Sanierung zu behebende Baumängel waren zu erkennen:

  • Die Dacheindeckung war undicht. Die Dachentwässerung fehlte.
  • Über mehrere Geschosse gab es durchlaufende Risse.
  • Das Mauerwerk war innen und außen stark verwittert und z. T. durch Kriegseinwirkung geschädigt.
  • Das Erdgeschoß war stark durchfeuchtet.
  • Die Holzbalkendecken waren durch aktive Holzschädlinge befallen und z. T. in ihrer Standsicherheit gefährdet.
  • Die Treppenläufe zwischen den Geschossen waren statisch unterbemessen und auch geschädigt(Einsturzgefahr).

Sanierungsumfang:

Der Turm wurde komplett eingerüstet und mit Gerüstplanen versehen, um auch bei widriger Witterung auch im Winter geschützt arbeiten zu können. Zusätzlich wurde der Turm als Witterungsschutz bei der Demontage des Daches komplett mit Gerüst und entsprechenden Planen überdacht.

Bauliche Maßnahmen an der Fassade:

  • Reinigung im Trockenverfahren
  • Auskratzen der Fugen
  • Neuverfugung nach spezieller Rezeptur
  • Ersatz von einzelnen Steinen ( Klosterformat, handgestrichen ) bzw. ganzen Bereichen
  • Verputzen des achteckigen Turmaufsatzes

Austausch Ziegelsteine
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Austausch Ziegelsteine

Zur statischen Sicherung des Turmes ( Risse ) wurden pro Geschoß umlaufend auf die gesamte Länge der Außenmauern Spannanker in das Mauerwerk eingebaut und verpresst.

Die gesamte hölzerne Dachtragkonstruktion wurde demontiert und unter Verwendung weniger alter Balken neu errichtet. Das Dach erhielt auf der Dachschalung eine altdeutsche Schieferdeckung.

Die Balkenlagen der einzelnen Geschosse wurden nicht verändert oder ausgebaut. Es erfolgte bei Bedarf eine zusätzliche Unterstützung bzw. Ergänzung der vorhandenen Konstruktion. Nur die Holzbeläge ( Dielung ) der Geschosse wurden erneuert.
Sämtliche Treppenläufe zwischen den Geschossen wurden durch neue ersetzt.

Die Verfugung und die Steine des inneren Mauerwerks im quadratischen Turmbereich waren in einem guten Zustand und wurden nur an wenigen Stellen erneuert.
Die Innenwände sowie ihre innere Gliederung ( Bögen / Nischen / Pfeiler ) des achteckigen Turmaufsatzes wurde infolge der starken Verwitterung rekonstruiert und neu verputzt.

Vorhandene Fenster ( EG / 1. OG ) wurden repariert und wieder eingebaut. Andere ehemals fensterlose Öffnungen erhielten neue Fenster.

oberer Teil
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oberer Teil

Eine Zugangsmöglichkeit, unabhängig vom Amtshaus, wurde durch die Wiederöffnung eines aus dem 13. Jahrhundert stammenden Einganges zwischen dem 1. und 2. Obergeschoß geschaffen. Eine außenliegende hölzerne Treppenanlage wurde zu diesem Zweck angebaut.
Durch die vorgenommenen Baumaßnahmen sowie der Schaffung des separaten Einganges ist der Bergfried wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

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